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Arth SZ
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Arth ist eine politische Gemeinde im Bezirk Schwyz des Kantons Schwyz in der Schweiz. Sie besteht aus den Ortschaften Arth, Oberarth, Goldau und aus einem Teil der Rigi.

Contents

‱ Geographie
‱ Geschichte
‱ Politik
‱ Schulen
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geographie

Die Gemeinde Arth liegt am SĂŒdufer des Zugersees in einem Tal zwischen dem Rossberg und der Rigi. Ihr Gebiet erstreckt sich ĂŒber eine FlĂ€che von 4858 ha, wozu ein Anteil am Zugersee gehört. Vom Gemeindegebiet sind rund 26 Prozent Kulturland und rund 30 Prozent von Wald bedeckt; die restliche FlĂ€che ist fĂŒr Siedlungen und die Verkehrsinfrastruktur genutzt.

Die Berglandschaft bildete sich in der Entstehungszeit der Alpen heraus. WĂ€hrend der Auffaltung dieses Gebirges fĂŒhrten starke FlĂŒsse viel Schutt und Geröll in das nördliche Alpenvorland hinaus und lagerten die Sedimente in weiten SchuttfĂ€chern ab; das grobkörnige Material blieb nahe an den Bergen liegen und verfestigte sich wĂ€hrend Jahrmillionen zu Nagelfluh-Konglomeraten, wĂ€hrend die feineren Anteile weiter nach Norden verfrachtet wurden, wo daraus die Molasse des Schweizer Mittellands entstand. Die Rigi und der Rossberg sind wie das Napfgebiet weiter westlich und der Höhronen im Osten bedeutende Überreste des aus Konglomerat-, Molasse- und Mergelschichten gebildeten Sedimentkörpers, der hier in der geologischen Fachliteratur als «Rigi-SchĂŒttung» bezeichnet wird.cite-ref-6[6] Nur im sĂŒdlichen Bereich des Rigimassivs sind (knapp ausserhalb des Gemeindegebiets von Arth) Ă€ltere Kieselkalkschichten, Schrattenkalk und Flysch am Bergaufbau beteiligt; es sind Schichtpakete der Helvetischen Decken, die von SĂŒden auf die subalpine Molasse ĂŒberschoben wurden und dabei auch diese verformten, so dass die an der Rigi gut erkennbaren FelsbĂ€nder, die «Riginen», schiefgestellt wurden.cite-ref-7[7] In einer spĂ€teren erdgeschichtlichen Epoche erodierten die AlpenflĂŒsse aus den Nagelfluh- und Molasseschichten tiefe TĂ€ler heraus, die von den eiszeitlichen Gletschern noch ĂŒberformt wurden. Der Reuss-Muota-Gletscher floss auf beiden Seiten um die Rigi herum und prĂ€gte auch die Talform bei Arth mit. An den Bergflanken bilden Findlinge Zeugen frĂŒher GletscherstĂ€nde; sie dokumentieren im Tal der Rigiaa den Höchststand des Eisrandes wĂ€hrend der letzten Vergletscherung auf etwa 1100 m ĂŒ. M.cite-ref-8[8] Seit dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher ereigneten sich an den freigelegten Bergflanken von Rigi und Rossberg zahlreiche BergstĂŒrze, die an den TrĂŒmmerfeldern am Bergfuss erkennbar sind, und MurgĂ€nge. In historischer Zeit sind unter anderem ein Bergsturz am Rossberg von 1222 und ein Felssturz beim Rothenfluhtunnel der Arth-Rigi-Bahn von 1897 bekannt.cite-ref-9[9]

Der niedrige Sattel auf dem SchuttfĂ€cher der Rigiaa zwischen den Bergmassiven wurde am 2. September 1806 vom mĂ€chtigen Schuttstrom des Goldauer Bergsturz noch etwas ĂŒberhöht.cite-ref-10[10] An der tiefsten Stelle ĂŒberquert die Gotthardbahn auf 507 m ĂŒ. M. die Wasserscheide zwischen dem Zugersee und dem Lauerzersee.

Östlich des Schutzgebiets gehört ein grosser Teil der Sumpf- und Moorlandschaft «SĂ€gel» zu Arth, jedoch nicht der Bereich dieser Verlandungszone direkt am See. Die Naturlandschaft am Lauerzersee ist mit einer FlĂ€che von 147 Hektar das grösste Amphibienlaichgebiet im Kanton Schwyz und ist im Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung registriert.cite-ref-11[11] Das 100 Hektar grosse Flachmoor «SĂ€gel» gehört zu den Mooren von nationaler Bedeutung,cite-ref-12[12] und das ganze Gebiet «SĂ€gel/Lauerzersee» zwischen der «Bernerhöhe» und Steinen ist zudem im ĂŒbergeordneten Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung aufgefĂŒhrt.cite-ref-13[13]cite-ref-14[14] Einige MoorflĂ€chen bilden ein Naturschutzgebiet von Pro Natura.cite-ref-15[15]

Mit grossen Abschnitten der GemeindeflĂ€che hat Arth ausserdem Anteil an drei national bedeutenden Landschaftsschutzgebieten. Die Nordostflanke der Rigi mit dem Hochtal der Rigiaa liegt im Gebiet «VierwaldstĂ€ttersee mit Kernwald, BĂŒrgenstock und Rigi» (BLN 1606),cite-ref-16[16] die FlĂ€che östlich der Autobahn A2 mit dem Moor «SĂ€gel» im Landschaftsobjekt «Lauerzersee» (BLN 1604),cite-ref-17[17] und die Abbruch- und Schuttzone des Bergsturzes unter dem Gnipen im Areal «Bergsturzgebiet von Goldau» (BLN 1607), das darĂŒber hinaus das ganze Rossbergmassiv mit der Hagegg nördlich des Gnipen einschliesst.cite-ref-18[18] Die Westflanke und ein Teil des SĂŒdhangs des Rossbergs liegen auf dem Gemeindegebiet von Arth. Der Gnipen (1567 m ĂŒ. M.) ist der Westgipfel des Rossbergs und der höchste Punkt der Gemeinde auf der Nordostseite.

Die Berge der Schwyzer Voralpen gehören zu den niederschlagsreichen Landschaften am Nördlichen Alpenrand. Von Rigi und Rossberg fliessen zahlreiche WildbĂ€che zu den Seen bei Arth. Die Rigiaa, deren Quellgebiet unterhalb von Rigi-Kulm (1797 m ĂŒ. M.), dem höchsten Punkt der Gemeinde Arth, und Rigi-Staffel liegt, ist der lĂ€ngste Bach auf dem Gemeindegebiet. Er fliesst durch das Tal bei Rigi-Klösterli, durchquert eine tiefe, steile Schlucht unter der Rothenfluh und ein Tobel am Goldauerberg, fliesst durch Goldau und Oberarth und mĂŒndet in Arth am «Aazopf» in den Zugersee. FĂŒr den Flussbau am Wildbach ist die 1935 gegrĂŒndete Wuhrkorporation «Rigi-Aa» zustĂ€ndig.cite-ref-19[19] Mehrere WildbĂ€che entwĂ€ssern den sehr steilen Nordosthang der Rigi und mĂŒnden teils in die Rigiaa und teils direkt in den Zugersee; dem Lauf des Fischchrattenbachs folgt die Gemeindegrenze von Rigi-Kulm bis zum Zugersee.

In vielen Runsen unterhalb der Rigi-Scheidegg (1659 m ĂŒ. M.) laufen WildbĂ€che zum Gebiet Goldauerberg und nach Buosigen herunter. Der Goldbach und der Chlausenbach sammeln die meisten der BĂ€che und fliessen zum Moorgebiet SĂ€gel und in den Lauerzersee. Dem Bachbett des Teubertsbachs folgt die sĂŒdöstliche Gemeindegrenze von Arth.

Aus der Bergsturzzone am SĂŒdhang des Gnipen fliessen ebenfalls mehrere WildbĂ€che in das Tal. Der Kienbach ist ein Zufluss der Rigiaa, wĂ€hrend der Gnipenbach im SĂ€gel in den Goldbach mĂŒndet. Mitten durch das Bergsturzgebiet verlĂ€uft also die Wasserscheide zwischen den Flussgebieten der Muota und der Lorze, zwei NebenflĂŒssen der Reuss.

Im Ablagerungsgebiet des Bergsturzes von Goldau sind in einigen Senken kleine Seen entstanden, so das Goldseeli, der Blauweiher und der Waldweiher.cite-ref-20[20] Die beiden letzteren befinden sich im Areal des Natur- und Tierparks Goldau.

Die WaldflĂ€che an der «Rigilehne», dem Berghang sĂŒdwestlich von Arth, ist grösstenteils Eigentum der «Unterallmeind Korporation Arth»cite-ref-21[21] und ist als Schutzwald (auch «Bannwald») fĂŒr die Siedlungen, die Verkehrs- und Energieinfrastruktur wichtig, die in einem Gebiet mit erheblichem Risiko durch Naturgefahren liegen.cite-ref-22[22] Ein Waldgebiet in der Grösse von 500 Hektar zwischen Arth und Immensee gehört den SBB und wird als Schutzwald ĂŒber der Gotthardbahn gepflegt.cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] 190 Hektaren Wald musste die Unterallmeind Korporation Arth 1920 nach einem Bundesgerichtsentscheid den SBB abtreten.cite-ref-25[25] Am Berghang informiert ein 2013 eingerichteter Waldlehrpfad ĂŒber die Funktionen des Waldgebiets, das je nach Lage aus Buchenwald oder Tannen-Buchenwald besteht.cite-ref-26[26]

Mit dem Bergsturz von Goldau entstand im Tal auf der Ablagerung von etwa 30 bis 40 Millionen Kubikmeter Gestein eine ausgedehnte Schuttlandschaft, auf welcher sich mit der Zeit neue Vegetationsgesellschaften ansiedelten.cite-ref-27[27] Und in der Abbruchzone des oberen Bergsturzhanges hat sich wÀhrend 200 Jahren eine Pioniervegetation entwickelt, die zu den Trockenwiesen von nationaler Bedeutung gezÀhlt wird.cite-ref-28[28]cite-ref-29[29] Im Pflanzenschutzgebiet der Bergsturzlandschaft steht bei Nolberg ein Buchenwald mit vielen Orchideen.cite-ref-30[30] In der Gemeinde Arth sind mehrere Bereiche als Waldreservate ausgeschieden.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]

In Rodungslichtungen und oberhalb der Waldgrenze an Rigi und Rossberg sowie auf der Fronalp besitzt die Unterallmeind Korporation von Arth seit dem 14. Jahrhundert Bergwiesen im Umfang von etwa 10 Quadratkilometern, die im Sommer von mehr als 50 Betrieben als Viehweide genutzt werden.cite-ref-33[33] Die artenreichen FlĂ€chen der Kulturlandschaft im Gebirge sind fĂŒr die BiodiversitĂ€t wertvoll. Im Gebiet Rigi-Klösterli liegt die Alp Trieb und am Berghang unter Rigi-Kulm die Alp ChĂ€serenholz, deren Sennereien aus Kuh- und Ziegenmilch in traditioneller Weise KĂ€se herstellen,cite-ref-34[34]cite-ref-35[35] der wie die Produkte anderer BergkĂ€sereien des Kantons als «Schwyzer AlpkĂ€se» in der Liste des Kulinarischen Erbes der Schweiz aufgefĂŒhrt ist.cite-ref-36[36]

Geschichte

Die ersten Siedler in Arth waren Pfahlbauern und Kelten (Helvetier). Keltischen Ursprungs ist auch der Name des Tales, denn das Wort «Arth» kommt vom Wort «Artha», was so viel heisst wie «gepflĂŒgtes Land».cite-ref-37[37] Die grosse Ebene vom SĂŒdende des Sees bis Goldau und die sonnigen Halden am Sonnenberg waren gutes Weide- und Ackerland. Der Fischreichtum im See und in den das Tal durchfliessenden GewĂ€ssern ergab nebst der Landwirtschaft und der Jagd eine gute ErnĂ€hrungsquelle.

Auch die Grafen von Lenzburg, von Kyburg und von Habsburg waren Besitzer dieser Gegend. 1315 schlossen die Schwyzer mit den Arthern zur Bewahrung der Freiheit einen gegen die Herrschaft Österreichs gerichteten Bund. Als Schutz gegen allfĂ€llige Angriffe entstand eine Letzimauer aus Findlingen und anderem Gestein, die sich vom Berghang des Rossbergs dem See entlang zum Berghang der Rigi hinĂŒberzog. Heute sind davon kaum mehr Spuren sichtbar.cite-ref-38[38]

1353 verkaufte MarkgrĂ€fin Maria von Baden der Gemeinde Arth ihren Grundbesitz im Tal mit dem Wald und den Bergweiden. Die Verwaltung dieses umfangreichen Gemeindebesitzes fĂŒhrte zur Bildung der Korporation Unterallmeind.cite-ref-39[39]

Ab 1520 gab es dank dem evangelisch gesinnten Pfarrer Balthasar Trachsel AnhĂ€nger der Reformation, namentlich ist die Familie von Hospenthal bekannt. Sie konnten bis 1655 verdeckt als Nikodemiten oder Kryptoprotestanten existieren und in PrivathĂ€usern evangelische Gottesdienste mit Abendmahl feiern. Wegen BauernaufstĂ€nden und politischen Unsicherheiten wurden sie danach nicht mehr geduldet. Beim sogenannten Hummelhandel flohen 37 Evangelische nach ZĂŒrich, etwa 25 Personen wurden verhaftet, vier blieben standhaft und wurden geköpft. Das provozierte das reformierte ZĂŒrich und fĂŒhrte 1656 zum ersten Villmergerkrieg.cite-ref-40[40]cite-ref-41[41] Im gleichen Jahr entstand das Kapuzinerkloster Arth, 1668 die Wallfahrtskapelle «Maria zum Schnee» auf Rigi Klösterli und 1696 die heutige barocke Pfarrkirche.

Am 2. September 1806 ereignete sich der Goldauer Bergsturz. Auf dem haushohen Schutt wurde spĂ€ter der wichtige Eisenbahnknotenpunkt Arth-Goldau errichtet. Infolge der EinfĂŒhrung des Busverkehrs zwischen Goldau und Arth rollte das blauweisse «Arther TrĂ€mli» am 31. August 1959 zu seiner letzten Fahrt.

FrĂŒhe Reiseziele auf der Rigi waren der im 17. Jahrhundert begrĂŒndete Wallfahrts- und Badeort Rigi-Kaltbad und das Pilgerziel «Maria zum Schnee» bei der Bergkapelle an der Rigiaa, aus welchem sich der Kurort Rigi-Klösterli entwickelte. Im spĂ€ten 18. Jahrhundert setzte der Reiseverkehr von Touristen auf den Berg ein, und 1816 errichtete Martin BĂŒrgi das erste Gasthaus auf Rigi-Kulm.cite-ref-42[42] Im 19. Jahrhundert nahmen weitere Hotels auf dem Berg den Betrieb auf, die seit 1871 mit der Bergbahn von Vitznau und seit 1873 auch von Arth aus gut erreichbar waren.

Am 23. Juli 1969 gewann eine Mannschaft aus Arth-Goldau an der internationalen 3. Runde von Spiel ohne Grenzen. Gespielt wurde im italienischen Caserta. Dies war der erste Sieg einer Schweizer Mannschaft bei dieser in den 1960er und 1970er Jahren sehr beliebten TV-Sendung.cite-ref-43[43]

Politik

Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die WĂ€hleranteile in Arth: SVP 34,4 % (+1,3 %), FDP 28,7 % (−3,8 %), SP 15,3 % (−1,9 %), Mitte 14,7 % (−4,5 %), GPS 3,7 % (+1,3 %), glp 2,7 % (−2,3 %).cite-ref-44[44]

Verkehr und Infrastruktur

Im Tal von Arth befindet sich ein Verkehrsknotenpunkt von nationaler Bedeutung mit einer europĂ€ischen Nord-SĂŒd-Verkehrsachse auf Schiene und Strasse. Die Autobahn A4 fĂŒhrt sĂŒdlich von Arth dem Fuss der Rigi entlang. Beim Dorf Arth selbst besteht ein Viertelanschluss mit einer einzelnen Abfahrt aus Richtung Immensee; ĂŒber einen Vollanschluss verfĂŒgt Goldau. Die Hauptstrasse 2 von Basel ĂŒber den Gotthard fĂŒhrt durch Arth, wo sie mit der Hauptstrasse 25 verbunden ist, die von Lenzburg und Zug in die Innerschweiz kommt, und durch Goldau und ĂŒber die «Bernerhöhe» nach Lauerz. In Oberarth zweigt die «Steinerbergstrasse» (Hauptstrasse 371) von der Hauptstrasse 2 ab; sie fĂŒhrt ĂŒber Steinerberg nach Sattel, wo sie auf die Hauptstrasse 8 trifft. In der NĂ€he des Tierparks Goldau beginnt als Abzweigung von der Hauptstrasse 371 die «Steinerstrasse» (Hauptstrasse 369), die neben der Gotthardbahn und der Autobahn nach Steinen und von dort weiter nach Schwyz verlĂ€uft.

In Goldau steht der an der Gotthardbahn liegende Bahnhof Arth-Goldau, einer der grossen Verkehrsknoten im Bahnnetz der Schweiz, der von vier Bahnstrecken erreicht wird: die Linie von Luzern, die Linie von Zug, die Gotthardbahn von Schwyz und die Bahnstrecke Biberbrugg–Arth-Goldau. Zudem verkehrt die Arth-Rigi-Bahn (ARB) von ihrem Talbahnhof neben dem Bahnhof Arth-Goldau bis auf Rigi-Kulm.

Von der Zwischenstation «ChrĂ€bel» der ARB auf 763 m ĂŒ. M. aus fĂŒhrt eine Luftseilbahn auf Rigi-Scheidegg (1642 m ĂŒ. M.). Die Bergstation steht knapp ausserhalb der Gemeindegrenze von Arth im Gebiet von Gersau.

Seit der Schließung des «Arther TrĂ€mli» im Jahr 1959cite-ref-45[45] ist der Bahnhof Arth-Goldau vom Dorf Arth aus mit Busverbindungen der Zugerland Verkehrsbetriebe zu erreichen.

Das Gemeindegebiet ist, besonders in den Berglandschaften, mit einem dichten Netz von Wanderwegen erschlossen, die im schwierigen GelĂ€nde teilweise als anspruchsvolle Alpinwege markiert sind. Die Wanderroute «Schwyzer Höhenweg» fĂŒhrt in einer Etappe ĂŒber Rigi und Gnipen.cite-ref-46[46] Der Rundwanderweg «Goldauer Bergsturzspur» durchquert von Goldau aus die Berglandschaft, von wo aus 1806 der verheerende Bergsturz niederging.cite-ref-47[47] Der «Rigi-Panoramaweg» ist ein barrierefreier Weg mit geringer Steigung auf dem Höhenzug von der ARB-Station Wölfertschen-First ĂŒber Rigi-Unterstetten bis Rigi-Scheidegg.cite-ref-48[48]

Vom Zugersee her verlaufen zwei ĂŒberregionale Velorouten durch Arth und Goldau nach Schwyz: die Route 51 «SĂ€uliamt-Schwyz» und die Route 77 «Rigi-Reuss-Klettgau».cite-ref-49[49]

Der Rigilehne entlang verlÀuft eine Trasse der nationalen Energieinfrastruktur mit mehreren parallelen Hochspannungsleitungen. Die Gotthardleitung ist in diesem Abschnitt kombiniert mit einer Freileitung der SBB.

Der Sender Rigi auf Rigi-Kulm mit einem 96 Meter hohen Stahlbetonturm auf Rigi-Kulm wurde in den 1990er Jahren errichtet. Er ist ein Fernmelde- und Rundfunksender der Swisscom. FĂŒr Bergbesucher bietet er eine Aussichtsplattform.

SehenswĂŒrdigkeiten

Siehe auch

:

Liste der KulturgĂŒter in Arth

‱ Rigi-Kulm, Aussichtspunkt mit Berggasthaus
‱ Rigi-Klösterli, mit Kapelle Maria zum Schnee
‱ HĂŒnenbergdenkmal, an der Zugerstrasse in der NĂ€he der ehemaligen Sonnenberg Letzicite-ref-50[50]
‱ Pfarrkirche St. Georg und Zenocite-ref-51[51]
‱ St. Maria in Oberarth
‱ Pfarrkirche Herz-Jesu, in Goldau
‱ Syrisch-Orthodoxes Kloster Mor Augin (St. Avgin) der assyrischen Gemeinde in der Schweiz in Arth; ehemaliges Kapuziner­kloster (1682 bis 1996)cite-ref-52[52]
‱ Bergsturzmuseum, in Goldau
‱ Kapelle St. Adrian
‱ Kapelle St. Georg
‱ Reding-Kapelle, in Oberarth

Schulen

In Arth besteht zudem ein umfangreiches Bildungsangebot. Die Gemeindeschule umfasst Kindergarten, erste bis sechste Klasse und die Oberstufe (siebtes bis neuntes Schuljahr). In Goldau befeinden sich ein Berufsbildungszentrum und die PĂ€dagogischen Hochschule Schwyz.

Kontroversen

Die EinbĂŒrgerung­spraxis der Gemeinde ist immer mal wieder in den Medien prĂ€sent. So fĂŒhren lokalspezifische Fragen zu einem negativen EinbĂŒgerungsentscheid wegen mangelnder Integration oder die Behörden vermuten Steuervergehen, obwohl die Kantonalen Behörden dies verneinten, und entschieden sich trotzdem fĂŒr einen negativen EinbĂŒrgerungsentscheid. Entsprechend wurde die Gemeinde wegen einer Frage, ob der BĂ€r und der Wolf zusammen in einem Gehege des lokalen Tierparks gehalten werden, zu einem negativen internationalen Medienecho.cite-ref-53[53]cite-ref-54[54]cite-ref-55[55] Von BĂŒrgern wird darum vermutet solche schickanierenden EinbĂŒrguerungsprozedere hĂ€tten Systemcite-ref-56[56] Im Jahr 2021 hat sich dann als Reaktion der Verein einbĂŒrgerungsgeschichten.ch gegrĂŒndet, um im Kanton Schwyz generell die EinbĂŒrgerungskriterien zu senken. Auch hat der Verein noch mehr schikanierende EinbĂŒrgerungsverfahren veröffentlicht.cite-ref-57[57] GemĂ€ss dem Verein lehnte die Gemeinde im Zeitraum zwischen 2016 und 2018 jedes zweite Gesuch ab. DemgegenĂŒber liegt der Kantonale Schnitt bei 19 % wĂ€hrend schweizweit nur 4 % der Gesuche abgelehnt werden.cite-ref-58[58]

Persönlichkeiten

‱ Peter Villinger († 1581), römisch-katholischer Pilgerreisender und Sklave
‱ Josef Anton von Weber (1685–1728), Schwyzer Landammann und Offizier
‱ Karl Jakob von Weber (1712–1764), ArchĂ€ologe und MilitĂ€r
‱ Franz Dominik von Weber (1717–1793), Offizier und MilitĂ€runternehmer
‱ Konrad Tanner (1752–1825), Benediktinermönch und Abt des Klosters Einsiedeln
‱ Karl Zay (1754–1816), Politiker und Arzt, Chronist des Goldauer Bergsturzes
‱ Karl von Zay (1783–1854), Schwyzer Landammann und KantonsgerichtsprĂ€sident
‱ Anton Tanner (1807–1893), katholischer Theologe, Propst des Stiftes St. Leodegar in Luzern
‱ Eugen MĂ€rchy (1876–1944), Zeichenlehrer und Maler
‱ Fritz Real (1909–2003), Jurist und Diplomat

Literatur

‱ Linus Birchler: Die KunstdenkmĂ€ler des Kantons Schwyz, Band II: Die Bezirke Gersau, KĂŒssnacht und Schwyz. Kunsthistorischer Überblick. (= KunstdenkmĂ€ler der Schweiz. Band 2). Hrsg. von der Gesellschaft fĂŒr Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1930.
‱ Alois Rey: Geschichte des Protestantismus in Arth bis zum Prozess von 1655. In: Mitteilungen des historischen Vereins des Kantons Schwyz, Band 44. 1944. S. 1–179 (Digitalisat).
‱ Alois Rey: Zu den staats- und religionspolitischen Folgen der Arther Wirren. In: Mitteilungen des historischen Vereins des Kantons Schwyz, Band 46. 1947. S. 40–51 (Digitalisat).
‱ Alois Rey: Zu den staats- und religionspolitischen Folgen der Arther Wirren (II.). In: Mitteilungen des historischen Vereins des Kantons Schwyz, Band 47. 1948. S. 70–94 (Digitalisat).
‱ RenĂ© Hantke, E. Kuriger: Geologie und Geotope im Kanton Schwyz. In: Berichte der Schwyzerischen Naturforschenden Gesellschaft, 130. 2003.
‱ A. Vogel, RenĂ© Hantke: (1988) Zur Geologie des Rigigebietes. In: Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Luzern, 30, 1988, S. 23–50.
‱ Oliver Landolt: DorfbrĂ€nde in Arth 1719 und 1759. In: Mitteilungen des historischen Vereins des Kantons Schwyz, Band 100. 2008. S. 60–63 (Digitalisat).

Weblinks

Commons

: Arth SZ

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Offizielle Website der Gemeinde Arth
‱ Franz Wyrsch, Josef Wiget: Arth. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
‱ Internetseite zum Goldauer Bergsturz von 1806
‱ Arth SZ auf der Plattform ETHorama

Einzelnachweise

cite-note-11. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die FlĂ€chen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
cite-note-22. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die FlĂ€chen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
cite-note-33. Bilanz der stĂ€ndigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt fĂŒr Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
cite-note-44. StÀndige und nichtstÀndige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei spÀteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
cite-note-55. Archivierte Kopie (Memento vom 4. Mai 2016 im Internet Archive), abgerufen am 10. Mai 2024.
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